Bewerbungsmappe erstellen

Bewerbungsmappe erstellen

 

 

Sie möchten sich bewerben und eine Bewerbungsmappe erstellen oder verbessern?

Eine gute Bewerbungsmappe zu erstellen braucht Zeit und Wissen.

 

Sie finden hier grundlegende Informationen zum Erstellen einer Bewerbungsmappe.

Doch auch erfahrene Bewerber/innen finden hier hoffentlich den einen oder anderen nützlichen Tipp für das Erstellen Ihrer Bewerbungsmappe, z.B. Referenzen zu nennen. Das fällt positiv auf und schafft Vertrauen. Bewerben heißt, um Vertrauen zu werben. Deshalb sind Empfehlungen Dritter so hilfreich.

 

Die Bewerbungsmappe wird aus folgenden grundlegenden Bestandteilen erstellt:

 

  • Anschreiben

  • Lebenslauf

  • Foto

  • Zeugnisse

  • Urkunden

  • Bewerbungsmappe

 

Des Weiteren kann die Bewerbungsmappe folgende Bestandteile enthalten:

 

  • Deckblatt

  • Dritte Seite

  • Motivationsseite

  • Kompetenzprofil

  • Referenzen

 

Personalentscheider haben einen Blick und ein Gespür dafür, wie sorgfältig die Bewerbungsmappe erstellt wurde und widmen diesen Mappen automatisch mehr Aufmerksamkeit. Dies brauchen Sie, um später mit Ihrer Qualifikation zu punkten.

 

Zu einer sorgfältig erstellten Bewerbungsmappe gehört u.a.

 

  • eine sorgfältige Allgemeingestaltung: z.B. die Wahl der passenden Bewerbungsmappe und ein Bewerbungsfoto von hoher Qualität. Ein kräftiges Papier für Anschreiben, Lebenslauf und Deckblatt oder Dritte Seite vermittelt Wertigkeit.

  • ein aussagekräftiges und individuelles Anschreiben

  • ein übersichtlicher und verständlicher Lebenslauf

  • eine Dritte Seite/Motivationsseite, in dem Ihre Persönlichkeit zum Ausdruck kommt

 

All dies trägt zu einem positiven ersten Eindruck bei, noch bevor Sie mit Ihre Qualifikation punkten.

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: Foto

 

Erfahrungsgemäß wandert der erste Blick von Personalentscheidern auf das Foto. Es versteht sich von selbst, dass es von hoher Qualität sein sollte. Vielleicht möchten Sie Ihr Foto in einer Ihrem Beruf entsprechenden Umgebung machen, z.B. am Schreibtisch, am Flipchart oder im Gespräch? Die Erfahrungen damit sind sehr positiv.


Bewerber/innen auf einen Ausbildungsplatz können sich z.B. in der traditionellen Arbeitskleidung des Lehrberufes und mit einem typischen Werkzeug in der Hand fotografieren lassen. Dies führt erfahrungsgemäß fast immer zu einer Einladung zum Vorstellungsgespräch!

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: Lebenslauf

 

Der zweite Blick von Personalentscheidern wandert auf Ihren Lebenslauf und der darin an oberster Stelle genannten beruflichen Station. Deshalb sollten Sie einen „amerikanischen“ Lebenslauf für Ihre Bewerbungsmappe erstellen, der mit der Gegenwart beginnt und mit der Schulbildung endet.

 

Gibt es einen roten Faden in Ihrem Lebenslauf? Welche Schwerpunkte gibt es in Ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn?

Machen Sie die berufliche Entwicklung in Ihrem Lebenslauf erkennbar. Direkt nach ihren persönlichen Daten können Sie mit ein paar Stichworten die Schwerpunkte Ihrer beruflichen Laufbahn benennen.

 

Der Lebenslauf beschreibt Ihre Biografie in tabellarischer Form. Er dient als Leistungsbilanz.

 

Bei Ihren beruflichen Stationen nennen Sie stichpunktartig die Tätigkeiten, die für die Anforderungen der aktuellen Bewerbung relevant sind. Eventuell ist hier eine Anpassung bei einzelnen Bewerbungen sinnvoll. Damit werden Ihre beruflichen Stationen zu Pro-Argumenten für Sie.

Beim Erstellen Ihres Lebenslaufes können Sie auch dezent Farbe verwenden, z. B. passend zu Ihrem Bewerbungsfoto, passend zur Farbe der Bewerbungsmappe und/oder passend zu den Unternehmensfarben.

 

Bitte überprüfen Sie abschließend, dass keine zeitlichen Lücken in Ihrem Lebenslauf bestehen.

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: Anschreiben

 

Am schwersten tun sich die meisten Bewerber/innen erfahrungsgemäß damit, das Anschreiben zur Bewerbungsmappe zu erstellen. Machen Sie es sich deshalb einfach: Konzentrieren Sie sich in Ihrem Anschreiben darauf, was konkret für Sie spricht.

 

Das Anschreiben sollte immer individuell erstellt werden und auf die Anforderungen in der Stellenanzeige eingehen. Viele Bewerber/innen beachten dies nicht und werden schnell aussortiert. Analysieren Sie die Stellenanzeigen genau nach den gestellten Anforderungen und gehen Sie in Ihrem Anschreiben darauf ein.

 

Vermeiden Sie Einleitungen mit den üblichen Standard-Floskeln. Denken Sie an Personalentscheider, die solche Floskeln jeden Tag x-mal lesen müssen und derer überdrüssig sind.

Gleich nach der Anrede sollten Sie das wichtigste Argument platzieren, das für Sie spricht.

Für Berufstätige ist das z.B. „in meiner aktuellen Funktion als …..“

 

Für Berufsanfänger sind das Lernleistungen, praktische Erfahrungen, Erfolge.

Nachfolgend: Weiterbildungen und eine Referenz:

 

Nehmen Sie eine Referenz in Ihr Anschreiben auf:

Hans Muster, (Telefonnummer), Abteilungsleiter xy GmbH, bestätigt Ihnen gerne meine Kreativität, Teamfähigkeit und engagierten Arbeitsstil.“

Das erhöht Ihre Glaubwürdigkeit und erleichtert Sie von der Aufgabe, selbst Ihre Stärken zu belegen.

 

Wenn Sie in einer Bewerbungsphase sind, ist das Erstellen des ersten Anschreibens am schwierigsten. Je mehr Anschreiben Sie erstellt haben, desto öfter können Sie Elemente aus vorherigen Anschreiben verwenden.

 

Bei einer höher dotierten Stelle lohnt es sich eventuell, einen professionellen Bewerbungsservice für das Erstellen des Anschreibens in Anspruch zu nehmen. Unter >> Beratung finden Sie empfehlenswerte Kooperationspartner.

 

Übrigens: Laut einer Befragung unter Personalentscheidern wird das Anschreiben beim Sichten einer Bewerbungsmappe als letztes gelesen.

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: Zeugnisse und Urkunden

 

Bitte verwenden Sie gut lesbare Kopien und keine Originale, um Ihre Bewerbungsmappe zu erstellen. Bitte verwenden Sie nur relevante Zeugnisse und Urkunden. Eine überfüllte Bewerbungsmappe schreckt Personalentscheider ab.

 

Zeugnisse und Urkunden sortieren Sie bitte in der Reihenfolge des Lebenslaufs in die Bewerbungsmappe.

 

Eventuell möchten Sie ein Verzeichnis Ihrer Anlagen erstellen. Sie können dieses Verzeichnis auch mit einer dritten Seite/Motivationsseite kombinieren, indem Sie z.B. oben benennen: „Was Sie sonst noch über mich wissen sollten...“ und unten die nachfolgenden Anlagen auflisten.

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: Referenzen

 

Ihre Bewerbungsmappe erstellen Sie am besten mit mindestens einer Referenz: Lassen Sie sich von glaubwürdigen Dritten bescheinigen, dass Sie Ihre Arbeit gut gemacht haben. Die lobende Aussage einer neutralen Person ist in Ihrer Bewerbung viel wert.

Zeugnisse sind an Organisationen oder Firmen gebunden, Referenzen an Personen. Das erhöht Ihre Glaubwürdigkeit und schafft Vertrauen. Leider bleibt diese Möglichkeit von den meisten Bewerber/innen ungenutzt.

Sie haben zwei Möglichkeiten beim Bewerbung erstellen:

  1. Eine Liste von Referenzen am Ende Ihres Lebenslaufs oder auf einer gesonderten Liste. Bitte informieren Sie vorher Ihre Referenzen!

  2. Empfehlungsschreiben von Referenzen mit folgenden Informationen: Verhältnis, in dem Sie zueinander standen, Zeitraum, Tätigkeiten, Erfolge, Stärken, Empfehlung.

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: ergänzende Unterlagen

 

Ein Deckblatt, eine Dritte Seite und/oder ein Motivationsschreiben müssen Sie nicht für Ihre Bewerbungsmappe erstellen. Alle relevanten Informationen können Sie auch in Ihrem Anschreiben und in Ihrem Lebenslauf benennen.

Eine Dritte Seite mit Texten wie z.B. „Was Sie sonst noch über mich Wissen sollten...“ wird in einigen Ratgebern empfohlen, um Ihre Bewerbung persönlicher zu gestalten. Es bleibt Ihnen überlassen ob Sie das möchten oder nicht. Letzten Endes ist es Geschmackssache und auch davon abhängig, für welche Art von Stelle Sie sich bewerben.

 

 

Bewerbungsmappe erstellen: abschließende Aufgaben

 

Bitte überprüfen Sie die Rechtschreibung Ihrer Bewerbungsunterlagen durch die im Textverarbeitungsprogramm eingebaute Rechtschreibprüfung und prüfen Sie alle Unterlagen auf eine einheitliche Gestaltung.

 

Freunde oder Bekannte sollten Ihr Anschreiben gegenlesen, um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden. Ist das nicht möglich, lassen Sie bitte zwischen dem Erstellen und dem Verschicken der Bewerbung mindestens eine Nacht verstreichen. Mit etwas zeitlichem Abstand sehen Sie besser, an welchen Stellen Sie nochmal nachbessern möchten.

 

Denken Sie daran, Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf zu unterschreiben.

 

Beim Versenden der Bewerbungsmappe per Post legen manche Bewerber/innen Wert auf die Wahl der Briefmarke. „Warum dem Zufall überlassen?“ sagte dazu einmal ein Personalentscheider.

 

Weiter Hilfe und Tipps zum Erstellen Ihrer Bewerbungsmappe finden Sie auch unter Bewerbungstipps>>