Bewerbungstipps

Bewerbungstipps

 

Eine hochwertige Zusammenfassung von Bewerbungstipps aus über 20 Fachbüchern und zahlreichen Gesprächen mit Personalentscheidern.

 

Hier erfahren Sie unter anderem, was Personalentscheidern wichtig ist:

 

Neu-Tipp:

Auf BewerbungsWissen.net - erfolgreich bewerben finden Sie sehr ausführliche Bewerbungstipps, z. B. Bewerbungsvorbereitung, Jobsuche, Layout der Bewerbungsunterlagen, Dritte Seite, Anlagen,  Motivationsschreiben, Referenzen, Initiativbewerbung, Assessment-Center und dem ersten Tag im neuen Job.

 

Kurzfassung „Bewerbungstipps" hier als PDF >>

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ausführliche Bewerbungstipps:

1. Die Schritte im Bewerbungsprozess

    - Wissen was ich will >>

    - Stellenanzeigen oder Initiativbewerbungen >>

    - Informationen über die Firma oder Organisation >>

    - Anrufen >>

    - Bewerbungsunterlagen >>

    - Vorstellungsgespräch >>   

 

 

1. BEWERBUNGSPROZESS:

 

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Bewerbungsverfahren sind ein komplexer Prozess, und manchmal scheint Ihnen vielleicht Ihr Traum- oder Wunschjob bzw. Ausbildungsplatz weit entfernt.

Doch wenn Sie Ihren Weg in Teilschritte zerlegen, dann schaffen Sie sich erreichbare Ziele!

Hier nun Informationen zu den einzelnen Schritten:

 

1. Wissen, was ich will

 

Als Einstieg 4 Coaching-Fragen zu Ihrer Anregung:

  • Wofür stehe ich - was ist mein Lebensthema?

  • Was kann ich besser als viele Andere?

  • Was treibt mich im Innersten an?

  • Welchen tiefsten Nutzen will ich Menschen, Unternehmen, der Welt spenden?

 

In welcher Firma oder Organisation wollen Sie wirklich arbeiten? Können Sie sich mit den Werten und Zielen des „Arbeitgebers“ identifizieren? (Eigentlich sind Sie der „Arbeitgeber“, denn Sie geben Ihre Arbeitskraft und das Unternehmen ist der Arbeitnehmer!)

Weniger ist manchmal mehr: Bewerben Sie sich nur dort, wo sie wirklich arbeiten wollen!

Wenn Sie sich intensiver mit diesen Fragen beschäftigen möchten, empfehlen wir Ihnen zwei Bücher:

  • Durchstarten zum Traumjob“ von Bolles

  • Selbstmotivation“ von Huhn/Backerra

  

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2. Stellenanzeigen oder Initiativbewerbungen

 

Personalentscheider bemängeln immer wieder Standard-Bewerbungen, die nicht zu der Stellenananzeige passen.

Analysieren Sie die Stellenanzeigen genau nach den gestellten Anforderungen, und gehen Sie in Ihrer Bewerbung darauf ein. Mindestens im Anschreiben sollten Sie dies tun, besser noch auch im Lebenslauf.

Deshalb sind Initiativbewerbungen wichtig:

Die meisten freien Stellen werden gar nicht veröffentlicht. Sie werden über persönliche Kontakte und Initiativbewerbungen vergeben. Deshalb sollten Sie durch ausgewählte und gut vorbereitete Initiativbewerbungen die Initiative ergreifen!

Überlegen Sie sich, wo Sie gerne arbeiten möchten, statt nur auf Stellenanzeigen zu reagieren.

Sie müssen keine vollständige Bewerbungsmappe mit allen Unterlagen zusenden. Ein Anschreiben, ein Leistungsprofil und z.B. eine Liste von Weiterbildungen und Referenzen ist ausreichend. Das bietet dem Personalentscheider einen guten ersten Eindruck.

Eventuell ist die quadratische Bewerbungsmappe für Sie dabei von Interesse. Das ungewöhnliche Format macht automatisch neugierig auf den Inhalt.

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3. Informationen über die Firma oder Organisation:

 

Informieren Sie sich via Internet ausführlich über die Firma oder Organisation.

Wenn Ihnen dabei Fragen einfallen, ist dies eine optimale Ausgangssituation für Ihren nächsten Schritt im Bewerbungsprozess:

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4. Ein Anruf kann entscheidend sein:

 

In vielen Firmen kommen Sie nur dann in die engere Auswahl, wenn Sie vor dem Zusenden Ihrer Bewerbungsmappe angerufen haben!

Gleichzeitig scheuen sich viele Bewerber/innen vor einem Anruf. Sie wissen z.B. nicht, was sie fragen sollen. Deshalb gehen wir hier ausführlich auf diesen wichtigen Punkt ein:

 

Wann sollten Sie telefonieren?

 

Wenn in der Stellenanzeige ein/e Ansprechpartner/in und Telefonnummer angegeben sind, dann sind Sie damit aufgefordert anzurufen. Wahrscheinlich kommen Sie dann nur in die engere Auswahl, wenn Sie vorher angerufen haben.

Auch in kommunikationsstarken Branchen wie Vertrieb, Verkauf, Service und Marketing sollten Sie am Telefon überzeugen können, und ein Telefonat vorab ist meist gewünscht.

Achten Sie auf Anforderungen wie „kommunikationsstark“ in der Stellenanzeige.

 

Personalentscheider beklagen vielfach, dass Bewerber/innen entweder gar nicht anrufen oder nur anrufen, um einen Ansprechpartner für das Anschreiben zu erfragen. Das hinterlässt keinen guten Eindruck!

Sie sollten nur anrufen, wenn Sie mehr als nur diese Frage haben. Deshalb haben wir für Sie weiter unten eine Reihe von sinnvollen Fragen aufgelistet.

 

 

Anlässe zum Telefonieren:

 

1. Anruf vor dem Absenden der Bewerbungsunterlagen:

  • Fragen zur Stellenausschreibung/zum Unternehmen

  • Aufmerksam auf sich machen, Interesse wecken und einen guten Eindruck hinterlassen

 

Für diesen Anlass haben wir Ihnen hier einen BEWERBUNG, TELEFONAT: Leitfaden zum Telefonieren im Bewerbungsverfahren zusammengestellt. Das PDF können Sie sich leicht ausdrucken und neben das Telefon legen.

 

 

 

 

2. Wenn Sie keine Eingangsbestätigung für Ihre Bewerbung erhalten haben: 8-14 Tage später anrufen: das signalisiert Einsatzbereitschaft.

 

 

 

3. Drei Wochen nach der Eingangsbestätigung anrufen, wenn Sie bis dahin noch nichts gehört haben.

 

 

 

4. Den Termin zum Vorstellungsgespräch bestätigen. Frage: Wer wird bei dem Gespräch anwesend sein? Namen notieren, zumindest auf der Internetseite zu den Gesprächspartner/innen recherchieren.

 

 

 

 

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5. Bewerbungsunterlagen

 

 

 

Ausführliche Informationen hierzu finden Sie unter Bewerbungsstrategie: Aufmerksamkeit erzeugen!

 

Ergänzend noch ein paar Gestaltungshinweise, die aus unserer Sicht sinnvoll sind:
 

 

Die Betreffzeile:

 

Wenn Sie vor Ihrer Bewerbung mit dem Personalentscheider telefoniert haben, können Sie die Betreffzeile so gestalten:

 

Bewerbung als ….
Unser Telefonat vom 23.08.2011

 


 

 

Für Ausbildungsplätze können Sie in der Betreffzeile kreativ sein:

 

Ich möchte Raumausstatter werden-

 

Sie bieten den Ausbildungsplatz

 


 

 

Lebenslauf

 

Hier können Sie dezent Farbe verwenden, z.B. passend zur Farbe der Bewerbungsmappe, Ihrem Foto und/oder zum Unternehmenslogo.

 

 

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6. Vorstellungsgespräch

 

 

 

Die häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch

 

Eine gute Vorbereitung auf die Fragen im Vorstellungsgespräch ist sehr hilfreich. Das gibt Ihnen Sicherheit. Hier finden Sie die Tipps zu den häufigsten Fragen im Vorstellungsgespräch:

 

  1. Erzählen Sie mir etwas über sich!

Dies ist eine beliebte Aufforderung als Einstieg in das Vorstellungsgespräch. Die Personalentscheider möchten damit herausfinden, ob Sie die für Sie beim erzählen Prioritäten setzen können. Gleichzeitig möchten die Personalentscheider mit der Aufforderung im Vorstellungsgespräch herausfinden, welche dies für Sie sind. Es ist durchaus üblich, dass Sie vom Gegenüber unterbrochen werden, um näheres zu erfragen. Wählen Sie deshalb vor dem Vorstellungsgespräch die Aspekte aus, die Sie nennen wollen und die für Ihren potentiellen Arbeitgeber wichtig sein könnten.

 

  1. Warum haben Sie sich bei uns beworben?

Haben Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt? Das möchten die Verantwortlichen an dieser Stelle herausfinden. Antworten Sie indem Sie die Informationen über das Unternehmen mit Ihren persönlichen Qualifikationen verknüpfen. Erwidern Sie auf diese Frage im Vorstellungsgespräch nicht nur, dass Sie die Aufgabe interessant finden. Denn dies haben Sie bereits mit Ihrer Bewerbung deutlich gemacht.

 

  1. Wieso sollen wir Ihnen die Stelle geben?

Mit dieser Frage im Vorstellungsgespräch will der Personalentscheider prüfen, wie Sie sich in stressigen Situationen verhalten. Erwähnen Sie in Ihrer Anwtort Ihre Stärken und verweisen Sie auf Ihre Qualifikationen, die zur Stellenausschreibung passen. Zudem können Sie bei dieser Frage im Vorstellungsgespräch darauf verweisen, dass Sie sich mit der Firmenphilosophie identifizieren.

 

  1. Warum wollen Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber wechseln?

Diese Frage im Vorstellungsgespräch zielt unter anderem darauf ab, Ihr Durchhaltevermögen zu testen. Der Personalentscheider möchte herausfinden, ob Sie bei Schwierigkeiten schnell aufgeben und den Arbeitgeber wechseln, anstatt sich den Problemen zu stellen. Sollte ein Grund für Ihren Jobwechsel Konflikte am Arbeitsplatz sein, sollten Sie dies auf keinen Fall erwähnen. Verweisen Sie bei dieser Frage lieber darauf, dass Sie sich neue berufliche Ziele gesetzt haben und eine neue Herausforderungen suchen.

 

  1. Welche Rolle übernehmen Sie in einem Team?

Hier sollten Sie sich nicht auf eine Rolle fest. Stellen Sie stattdessen heraus, dass Sie je nach Situation verschiedene Rollen einnehmen können und ein Gespür für sich verändernde Anforderungen an ein Team besitzen.

 

  1. Welche Stärken zeichnen Sie aus?

Präsentieren Sie Ihre Stärken nicht zu überschwänglich doch selbstbewußt.

 

  1. Welche 3 Schwächen können Sie an sich feststellen?

Bei dieser Frage sollten Sie zunächst nur eine Schwäche nennen die zugleich auf eine Stärke verweist. Wenn Sie antworten, dass Sie oft zu viele Aufgaben zugleich lösen möchten, vermitteln Sie Ihr berufliches Engagement.

 

  1. Was möchten Sie in X- Jahren erreicht haben?

Machen Sie sich Gedanken über Ihre berufliche Zukunft? Achten Sie darauf, dass sich Ihre Pläne sich mit den Vorstellungen des Unternehmens decken. Zeigen Sie sich offen und flexibel.

 

  1. Was stört Sie am meisten an anderen Menschen und wie gehen Sie damit um?

Bei dieser Frage sollten Sie sensible Kategorien wie aktuelle politische oder sozialkritische Themen vermeiden. Beziehen Sie außerdem die Antwort nicht auf sich, indem Sie sagen, was Sie nicht leiden können. Nennen Sie stattdessen Punkte, die interessant, wichtig und zugleich unverfänglich sind. Zum Beispiel Intoleranz oder mangelndes Engagement. Begründen Sie dies und gehen Sie darauf ein, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten würden.

 

  1. Was würden Sie gerne verdienen?

Informieren Sie sich vor dem Gespräch über das branchenübliche Gehaltsniveau. Wenn Sie Ihre Gehaltsvorstellung nennen, begründen Sie diese mit Ihrer Qualifikation und/oder Berufserfahrung. Berücksichtigen Sie dabei auch, ob Sie sich bei einem großen Konzern oder einer kleinen Firma beworben haben. Zeigen Sie sich verhandlungsbereit.

 

  1. Haben Sie noch Fragen?

Hier sollten Sie eine Frage vorbereitet haben, z.B. können Sie sich nach Weiterbildungsmöglichkeiten erkundigen. Damit signalisieren Sie zugleich Engagement und Motivation. Denn Mitarbeiter, die sich weiterbilden, bringen das Unternehmen durch neues Wissen vorwärts.

 

 

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